Es geht voran

Zu der Geschichte meiner verlorenen Brille gibt es ein Ende. Nachdem die Brille am Samstag verloren wurde, musste ich mich bis Montag entscheiden. Habe mir online einen lokalen Optiker rausgesucht und mir dann auf altmodische Weise offline eine Brille gekauft. Nur als ich dann fünf Stunden nach dem Kauf erfuhr, dass die alte Brille gefunden und abgegeben wurde, wusste ich nicht so Recht, ob ich mich freuen oder ärgern sollte. Immerhin ging es super fix, denn Mittwoch konnte ich sie schon abholen.
Obwohl Gela total skeptisch war, meinte sie, dass ich jetzt nur noch die neue Brille tragen soll. Jetzt habe ich halt eine Ersatzbrille. Apropos Brille, Gela schwärmt gerade von einer Sonnenbrille.

Zur süßen Maus. Im Moment ist keine Rede davon, dass sie ihre Magensonde wieder bekommen muss. Es scheint so, als wird das ein Dauerzustand. Herrlich.
Auch freuen wir uns schon riesig auf nächstes Wochenende. Pfingsten, hier werden sie gesegnet (vergleichbar mit Taufe). Das erste Mal in der Gemeinde, wo beide Kinder seit Geburt durch unsere Berichte bekannt sind. Nur der Lucky Luke war bisher leibhaftig dort. Es werden bestimmt alle sehr gespannt sein beide Kinder zusammen zu sehen.

Wir hatten an Christi Himmelfahrt Besuch von Ella, Toffy und ihren Zwillingen. Komische Sache, dass an dem Tag ein Tag wie Vatertag gelegt wurde. Ein Freund von uns rief sogar an und gratulierte mir zu diesem Tag. Komische Erfahrung …

Es ist super hier in der Reha die Zeit mit beiden Kindern zu genießen. Fast wie eine dritte Elternzeit für mich. (2 Monate sind ja geplant in der kommenden zweiten Jahreshälfte)
Im Juli werden Oma’le und Opa’le wieder zu Besuch sein, da werde sie nach einem halben Jahr die beide kaum noch wieder erkennen. In der Zeit ist wirklich sehr viel passiert.

Brandenburger Gute Nacht Geschichten

Ja, ja, mir werden schon mittlerweile Vorwürfe entgegen gebracht, dass Brandenburg gar nicht so schlimm sei, wie ich immer darstelle. Naja, es ist halt nix los, außer dass sich hier in dem Land Has und Fuchs jeden Abend Guten Nacht sagen.

Ja, gute Luft vielleicht, bessere als in Berlin, das ist schon war. Und die Leute sind entspannter und nicht gestresst, das stimmt schon. Einige grüßen einen sogar, ohne dass man sie kennt.

Aber hier merkt man schon noch dass irgendwie die Zeit noch nicht so schnell vergangen ist und einiges nach stark an die ehemalige DDR erinnert. Beispielsweise haben wir gestern auf einem kurzen Ausflug nach Bernau eine Jugendweihe gesehen. Wundert mich, dass es das immer noch gibt.

Brille weg. Auf den Weg nach Bernau habe ich allerdings meine normale Brille verloren und nach langem Suchen nicht mehr wieder gefunden. Jetzt habe ich nur noch meine Sonnenbrille mit Gläsern. Wenn ich diese trage und es scheint nicht die Sonne, dann wirkt das halt schon ein bissl schräg. Wenn sie bis morgen nicht mehr auftaucht, dann bleibt mir nichts anderes übrig, als hier in der Brandenburger Provinz eine neue zu kaufen. Aber bis die bestellten Gläser da sind vergeht leider auch eine gewisse Zeit. So blöd!

Hannah-Maria macht hier Fortschritte in der Reha, sie hat seit ein paar Tagen keine Magensonde mehr und sie trinkt selbst und nimmt dabei auch nicht ab. Aus dem Versuch, ob es klappt, wird nun hoffentlich ein Dauerzustand. Wenn dem so ist, dann fällt eine große Belastung weg. Der einzige Preis ist, dass man ihre Medikamente jetzt oral verabreichen muss und die schmecken gar nicht …

PS: die Reha wurde auf 8 Wochen verlängert, bzw. Ende Juni.

Fliegender Wechsel

Melle geht, Mo kommt und bleibt. Melle ist irgendwie so im Wechsel hier in Berlin. Gefühlt irgendwie mit zwei Wochen Pause hier. Zur Segnung der Zwillinge wird sie etwa wieder hier sein. Der Abschied ist sozusagen auf Zeit.

Unsere Wohnungssuche am Wochenende hat eher ein negatives Urteil gegeben. Naja, jetzt heißt es leider wieder weitersuchen.

Zum Glück gibt es wenigstens in Brandenburg ein bischen Internet via Funk. Ganz ohne Internet, das wäre nicht auszuhalten. Durch die Brandenburg Erfahrung weiß ich mittlerweile Berlin wieder etwas mehr zu schätzen.

Ich zitiere Rainhold Grebe: „abgebrandenburgt, Berlin, Berlin, jeder will da hin.“ Mittlerweile habe ich verstanden, was er mir damit sagen wollte.

Je nachdem wie man es sieht, die Reha wurde verlängert, aber man hat ja selbst die Möglichkeit zu sagen, dass man nicht länger eingesperrt bleiben möchte. Einen Wunsch-End Termin gibt es jedenfalls unsererseits.

Ein Einspänner in Brandenburg

In den tiefen Wäldern Brandenburgs haben wir ein Stück Zivilisation entdeckt. Und das in einem unspektakulärem, einsamen Café in Brandenburg. Ich meine den Einspänner. Was ist ein Einspänner? Nun, wer diesen Blog regelmäßig ließt und sich an einen Wort-Bild-Beitrag aus Österreich erinnert, der könnte es vielleicht wissen. Ein Einspänner, das ist ein österreichisches Kaffee-Getränk, Espresso mit Sahne im Glas. Zugegebener Maßen, ich habe auch genau das bestellt, aber geliefert wurde es genau so wie ich mir einen Einspänner vorstelle.

Einspänner in Brandenburg

Einspänner in Brandenburg in Begleitung einer Manderinen-Schmand Torte

Seit letzter Woche sind die Zwillinge und Gela in Reha. Es wurden einige Herausforderungen bewältigt unter Hilfe von Freunden. Vielen Dank an alle die zu Besuch kamen und uns Hilfe wurden! Ich konnte leider nicht immer da sein, da ich arbeiten musste und diese Woche eben nicht, wie letzte Woche frei hatte. Aber für die letzten zwei Wochen von vier Wochen Reha wurde mein Beisein bei der Krankenkasse nachbeantragt. Ohne Kostenübernahme wären das nebenbei bemerkt knapp 600 Euro für zwei Wochen nur als Begleitperson.

In genau zwei Tagen, exakt am 16. werden die beiden 6 Monate alt. Hinter uns liegen 6 ereignisreiche Monate in denen wir viel erlebt haben. Jetzt in der Reha beginnt ein Stück Freiheit und ein Vorgeschmack auf normales Leben. 5 1/2 Monate war Hannah-Maria nur im Krankenhaus. Jetzt konnte sie schon ein paar Dinge nachholen.

Seit Mittwoch ist Melle wieder bei uns, bzw. vom Bahnhof direkt in die Reha und bleibt auch noch eine gute Woche. Und Pfingsten wird sie zum großen Tag der Zwillinge wieder kommen. D.h. hier wird das Tauf-ähnliche Ereignis stattfinden (Segnung). Nach langen Überlegungen haben wir uns für zwei Bibelsprüche entschieden. Hannah hatte schon länger eine Patin. Lukas hat nun seit heute auch einen begeisterten Paten. Randbemerkung, mein Trauzeuge Andreas.

Kleine Randnebenbemerkung, Gela hat nun endlich ein eigenes Handy und eine eigene Base-Telefonnummer. Eines der strahlungsärmsten Handys die es am Markt gibt.

Die Woche war für Gela und mich recht stressig. Einerseits dadurch, dass ich mehr oder weniger fast jeden Tag in die Reha, zur Arbeit und nach Hause gefahren bin.

Im Westen etwas Neues

Wir waren in den letzten Tagen und Wochen etwas geschlaucht und gestresst und hatten einfach keine Zeit hier zu schreiben. Keine Entschuldigung aber so ist das nun manchmal.

Wir hätten schon Infos gehabt, daher versuche ich das einfach mal geballt zu komprimieren …

In Kurzform, vielleicht beginnt nächste Woche bereits (sobald diese von der Krankenkasse genehmigt ist) die Reha. Gela wird also mit den Zwillingen dort sein. Da diese allerdings um die 8 Wochen sein wird, kann ich unmöglich Arbeits-Urlaub-technisch dabei sein. Vielleicht wird sie sogar solange sein, bis ich meine erste Elternzeit haben werde.

Ja, selbst die Elternzeit ist mittlerweile schon fast in greifbare Nähe gerückt. Dass die süße Hannah-Maria immer noch in der Klinik ist, ist mittlerweile leider länger als noch vor ein paar Wochen angenommen. In der Klinik hatten wir beide in letzter Zeit ein paar Crashkurs Sessions zu KPR Maßnahmen, d.h. Kardionale Pulmonale Reanimation – auf deutsch was muss ich tun, wenn mein Kind blau wird und ich Rettungsmaßnahmen einleiten muss. Letzte Woche hatte die süße Maus leider ein paar Herzrhythmusstörungen gezeigt. Dies kann immer noch eine Nachwirkung ihrer Herz-OP sein.

Beide Kids entwickeln sich und verlangen immer mehr unsere Aufmerksamkeit, nur zu schade, dass die beiden sich nicht gegenseitig haben können. Aber das wird sich ja dann in der Reha ändern. Nichts desto trotz, wir haben endlich mal die Gelegenheit genutzt und haben ein gemeinsames Bild gemacht. Nach gut 5 Monaten wiegt Hannah etwa 3,5kg und Lukas 6,5kg. Ihren 50% Unterschied haben sie nachwievor.

Rückblickend Ostern. Ich hatte etwas mehr als eine Woche frei und die ist wie im Flug vergangen, u.a. da wir Besuch hatten.

Der Lucky Luke hat Physiotherapie und lernt dort interessante Sachen. Ich war in der Woche Urlaub auch mal mit dabei. Hierzu gibt es leider auch eine unangenehme Erfahrung. Als wir bei Grün mit dem Kinderwagen über die Ampel liefen und sie auf halber Strecke auf Rot umschaltete wollte eine Autofahrerin doch ernsthaft losfahren. Sie war so dreist und hupte und zeigte den Vogel. Hallo – wo leben wir denn?

Unsere Planungen umzuziehen sind so langsam angelaufen. Aber gefunden haben wir bisher noch nichts. Somit muss der Umzug noch ein wenig warten. Naja, solange wir nichts haben, werden wir diese Wohnung nicht kündigen. Aber ihr könnt für uns beten und uns Glück wünschen, dass wir etwas Gutes finden werden. Die einzige Festlegung von uns ist nur der Ortsteil von Berlin. (eher mehr im Norden)